Frei atmen – sicher schlafen

21. Dezember 2020

Schlafsäcke für Neugeborene zur Risikominimierung des plötzlichen Kindstodes

Jedes Baby, das in der Ulmer Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zur Welt kommt, erhält einen Schlafsack als Geschenk. Studien zeigen, dass das Schlafen im Schlafsack ein wichtiger Baustein ist, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu senken.
„Wir freuen uns, dass wir den Familien mit diesem Geschenk ganz praktisch ein Stück Sicherheit mit auf den Weg geben können. Noch immer schlafen viele Neugeborene unter einer Decke. Sie haben damit ein fünffach erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod. Dieses Risiko lässt sich durch die Nutzung eines Schlafsacks ganz einfach verringern – dazu möchten wir die Eltern mit unserem Geschenk motivieren“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, eine der größten Geburtskliniken in Deutschland.

Dem Baby das freie Atmen ermöglichen

Der plötzliche Kindstod (SIDS: Sudden Infant Death Syndrom) ist der unvorhersehbare Tod eines gesunden Kindes im ersten Lebensjahr während des Schlafs. „Die eigentlichen Ursachen sind bis heute nicht bekannt. Studien zeigen aber, dass sich das Risiko senken lässt, wenn wir den Babys ein freies Atmen ermöglichen und sie vor Überhitzung schützen“, erklärt Prof. Dr. Frank Reister, Leiter der Geburtshilfe. „Kinder sollten mindestens im ersten Lebensjahr in einem Schlafsack schlafen, ohne zusätzliche Decke – am besten in ihrem eigenen Bett im Zimmer der Eltern in Rückenlage. Auf Kissen, Nestchen und große Kuscheltiere sollte man verzichten.“ Die EVER Pharma GmbH unterstützt das Projekt gegen den plötzlichen Kindstod und stellt die Babyschlafsäcke in Höhe von 15.000 € zur Verfügung. „Für diese große Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich. Für uns ist es wichtig, die Familien gut versorgt und gut beraten in ihr neues Leben mit ihrem Baby zu begleiten“, so Professor Janni.